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Projektreise nach Malawi – Teil 5

Unser vertrauliches Gespräch über Leben und Tod wird von einer achtköpfigen Gruppe unterbrochen, die uns besuchen will. Sie wartet vor Emilies Haus. Wir beenden unser Gespräch, verabschieden uns und versprechen Emilie eine Lieferung von Paracetamol. Außerdem gebe ich Blessings eine Liste mit Materialien, die er ab jetzt bei jedem Besuch mitbringen soll.

Janet fiel auf, dass der zweite Sohn nicht zur Schule geht. Wir fragen uns warum? Dies herauszufinden, stellt für Blessings und Rose eine weitere Aufgabe dar. Weitere Informationen erhalten wir in ein paar Wochen.

Helfende Hände

Kommen wir zur Gruppe zurück: Wer sind diese acht Personen? Der Leiter der Gruppe kennt den Familienvater und sagt: „Der Mann will seine Kollegen nicht wirklich um Hilfe bitten. Er scheint sich zu schämen.“

Um Hilfe zu bitten, mag für manche Menschen besonders schwierig zu sein. Wir sind daher so froh zu hören, dass diese acht Personen trotzdem die Initiative ergriffen und Lebensmittel und Schuhe mitbrachten – zwei Dosen Fisch und ein Sack Mehl. Obwohl sie nicht darum gebeten wurden, helfen sie einander – das ist das Wesen der Menschlichkeit, der Kameradschaft.

Ich gebe der Gruppe meine Karte und bitte Blessings, sich mit ihnen in Verbindung zu setzen, damit sie zusammenarbeiten können. Hier ist jede Hilfe willkommen, aber am liebsten Hilfe, die auch wirklich hilft. Dazu braucht es Wissen und Informationen. Blessings kann ihnen viele Informationen und Wissen über Spina bifida und Hydrocephalus vermitteln.

Diese Gruppe hilft auf eigene Initiative und zeigt uns, wie Mitmenschlichkeit geht.

Nun spule ich ein paar Tage vor: Ich bin wieder zu Hause in Belgien. Inzwischen liegt mir die Liste mit den benötigten Materialien für den Hausbesuch bei Chisamo und Emilie vor. Ich nehme einige Änderungen daran vor, füge Paracetamol hinzu und ersetze ein teures Gleitmittel für die Katheterisierung durch Öl, das genauso gut funktioniert und erheblich günstiger ist. Denken Sie daran, dass jeder Euro nur einmal ausgegeben werden kann.

Hier endet unser fünfteiliger Reisebericht vom Projektbesuch in Malawi. Wir werden Sie aber über Chisamos, Emilie und die ganze Familie sowie über die anderen Personen, die Sie in der Geschichte kennengelernt haben, auf dem Laufenden halten – über unsere Kollegin Rose, über Blessings, den Jungen Razack und seine starke Mutter Aisha.

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit zum Lesen unseres Reiseberichts genommen haben! Sie können die vollständige Geschichte mit allen fünf Teilen auch als PDF-Dokument anfordern. Schreiben Sie uns dazu einfach eine E-Mail an: info@child-help.de