Zurück zur Übersicht

„Kinder spielen für Afrika“ 2026 – Rückblick auf ein bewegendes Benefizkonzert in Gersthofen

230 junge Musiker*Innen auf der Bühne, 607 Gäste im Saal und ein Spendenscheck über 20.514,20 Euro für Kinder mit Spina bifida in Tansania – das Benefizkonzert „Kinder spielen für Afrika“ hat am 20. Juni 2026 in der Stadthalle Gersthofen einmal mehr gezeigt, was möglich ist, wenn viele Menschen gemeinsam an einem Strang ziehen.

„Kinder spielen für Afrika“ – hinter diesem Motto steckt eine Idee, die so einfach wie bewegend ist: Kinder musizieren für andere Kinder, die sie nie getroffen haben. Ins Leben gerufen von den Brüdern Matthias und Michael Mercineri gemeinsam mit Dr. Johannes Urban, fand die Konzertreihe im Jahr 2025 erstmals statt – mit drei aufeinanderfolgenden Benefizkonzerten, die gemeinsam über 31.000 Euro für das Kontinenz-Management-Programm von Child-Help und Dr. Urban in Tansania erspielten.

Ein Programm, das Kindern mit Spina bifida lebensrettende medizinische Versorgung ermöglicht – und damit weit mehr: die Möglichkeit, wieder zur Schule zu gehen, Freundschaften zu schließen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. 2026 haben wir diese Konzertreihe fortgesetzt – und mit einem einzigen Konzert alles gegeben. Was dabei entstanden ist, lest ihr hier.

Ein Nachmittag, der es in sich hatte

Unter der Leitung von Matthias und Michael Mercineri standen das Schlagzeugensemble Ad Astra, das Bambini Orchester Windach, die Bläserklasse und die Trommel-AG Windach gemeinsam auf der Bühne – 230 junge Musiker*Innen, die monatelang für diesen einen Nachmittag geprobt hatten, nicht für sich selbst, sondern für andere Kinder, die sie nie getroffen haben. Der Saal war beinahe ausverkauft, die Stimmung von Anfang an warm und erwartungsvoll – und das Publikum sollte im Laufe des Nachmittags noch einiges erleben.

Musik, die den Saal zum Kochen brachte

Das Programm hatte einiges zu bieten – und ließ keine Zeit zum Durchschnaufen.
Durch den Nachmittag führten die Moderatorinnen Tatjana Schöttl und Julie Görlitz, die dem Programm mit Leichtigkeit und Charme einen roten Faden gaben. Eines der Highlights war die Uraufführung von „Snatakazing“: neun Minuten, in denen das Schlagzeugensemble Ad Astra mit vollem Körpereinsatz alles gab – und dabei nicht nur sich selbst, sondern auch das Publikum ordentlich ins Schwitzen brachte. Eine ganz eigene Klangfarbe verliehen dem Programm Sängerin Stefanie Stadlmeyer und Violinistin Madeleine Thiel, die den Nachmittag mit ihren Auftritten immer wieder neu zum Leuchten brachten.
Dann legte das Bambini Orchester Windach mit ihrer Version von „Shake Rattle and Roll“ nach – spätestens da war klar, dass der ein oder andere Gast seine Sitzgelegenheit eher als Tanzfläche betrachtete. Wer im Saal war, weiß, wovon wir sprechen, denn der Boden bebte.

 

Und dann war da noch der Moment, der viele Augen im Saal feucht werden ließ: Als die Musiker*Innen den „Earth Song“ von Michael Jackson spielten, liefen im Hintergrund bewegende Videozusammenschnitte aus dem Projekt in Tansania – echte Bilder von echten Kindern und ihren Familien. Ein ohnehin emotionaler Song, der in Kombination mit diesem authentischen Bildmaterial noch einmal eine ganz andere Tiefe entfaltete. Dieser Moment hat uns alle berührt.

Als besonderes Highlight des Abends betrat Stargast René Giessen die Bühne – und ließ den Saal verstummen. Sein Auftritt auf der Mundharmonika war von einer Intensität, die man kaum in Worte fassen kann. Als die ersten Takte von „Spiel mir das Lied vom Tod“ (Once Upon a Time in the West) erklangen, war die Stille im Saal vollkommen – und dann kam die Gänsehaut. Weit und breit, bei jedem einzelnen der 607 Gäste. Ein Moment, den wir nicht vergessen werden.

Am Ende des Konzerts gab es stehende Ovationen – verdient, laut und von Herzen.

Mehr als nur Musik

Zwischen den musikalischen Beiträgen nahmen sich Jacqueline Pirkelbauer, Geschäftsführerin von Child-Help e.V., und Dr. Johannes Urban und Marie Prestel die Zeit, dem Publikum mehr zu erzählen – über die Arbeit von Child-Help, die Sponsoren und Unterstützer sowie über Spina bifida, Hydrocephalus und das Kontinenzmanagement-Programm in Tansania. Wer noch nicht wusste, wofür die Spenden dieses Nachmittags gedacht waren, wusste es spätestens jetzt.

Einen der stärksten Momente lieferte ein Live-Videocall mit den Kindern aus dem Projekt in Tansania: Direkt zugeschaltet, grüßten die Kinder die Konzertgäste in Echtzeit. In einer vorab aufgenommenen Videobotschaft bedankten sich das Team und die Kinder für das Konzert, die Musik und die Unterstützung. Die Verbindung zwischen Gersthofen und Tansania war in diesem Moment greifbar nah – und für viele im Publikum sichtlich bewegend.

Ein Infostand, der Gespräche ermöglichte

Vor dem Saal hatten wir dank der Förderung der ASBH-Stiftung einen größeren Infostand als je zuvor aufgebaut – mit Materialien zu Spina bifida, Hydrocephalus, den Projektländern und der Arbeit von Child-Help. Was den Stand in diesem Jahr besonders machte, waren die Menschen dahinter. Unser ehrenamtliches Team war so stark aufgestellt wie noch nie – und einige von ihnen konnten aus ganz persönlicher Erfahrung berichten. Unter anderem waren dabei: Marie, die selbst mit Spina bifida und Hydrocephalus lebt, klärte auf eine Weise auf, die kein Informationsblatt ersetzen kann. Dr. Johannes Urban und Urotherapeutin Marie Prestel standen für Fragen aus dem Projekt zur Verfügung, und Kordelia, langjähriges Vorstandsmitglied, berichtete aus eigener Erfahrung aus unseren Projektländern. Zusätzlich war die ASBH mit einem eigenen Infostand vertreten. 

Das Ergebnis: lebendige Gespräche und echter Austausch zwischen Betroffenen und Nicht-Betroffenen – genau so stellen wir uns das vor.

 

Für einen besonderen bunten Hingucker neben dem Infostand sorgte unsere ehrenamtliche Schneiderin Monika Z., die vorab unzählige Stunden genäht hat und mit handgemachten Taschen, Kinderkleidung, Stofftieren, Schultüten und vielem mehr einen ganzen Verkaufstisch bestückte – Alle Erlöse aus den Verkäufen flossen ebenfalls in das Projekt. Herzlichen Dank, liebe Monika! 

Falls ihr Interesse daran habt, auch handgemachte Kunstwerke aus Stoff für den guten Zweck zu erwerben, schreibt uns gerne eine Nachricht.

Besondere Gäste

Unter den 607 Gästen durften wir einige besondere Persönlichkeiten begrüßen: Franz Willam und seine Frau, die das Projekt mit einer außerordentlich großzügigen Spende bedacht haben, Marcus Knoll, Bürgermeister von Langerringen und langjähriger Unterstützer des Musikvereins, sowie Josef Koppold, ehemaliger und weiterhin ehrenamtlich tätiger Behindertenbeauftragter des Landkreises Aichach-Friedberg, der eine kurze, treffende Rede über Inklusion hielt.

Besonders gefreut haben wir uns über die vielen Gäste, die selbst mit Spina bifida oder Hydrocephalus leben. Dank der Förderung der ASBH-Stiftung konnten wir wieder Freikarten für Betroffene und ihre Begleitung anbieten – ein Herzensanliegen, das unser Konzert inklusiver und reichhaltiger macht.

Die Spendenübergabe – und der Jubel danach

Am Ende des Programms kam der Moment, auf den alle gewartet hatten: die Enthüllung des Spendenschecks. Als die Zahl sichtbar wurde, brach der Jubel los – im Publikum und auf der Bühne gleichzeitig. 20.514,20 Euro – gesammelt mit einem einzigen Konzert. Jacqueline Pirkelbauer nahm den Scheck stellvertretend entgegen: 

„Das Engagement aller Beteiligten war wieder überwältigend, die Spendenbereitschaft großartig.“

Alle Einnahmen fließen in das Kontinenz-Management-Programm von Dr. Urban und Child-Help in Tansania. Auch nach dem Konzert gingen weitere Spenden ein, sodass wir bis heute eine unglaubliche Gesamtsumme von 22.564,32 Euro sammeln konnten.

Videobotschaften, die bewegen

Im Anschluss an das Konzert teilten wir auf unseren Social-Media-Kanälen zwei besondere Videobotschaften. Katrin Langensiepen, Mitglied des Europäischen Parlaments und wichtige politische Stimme für die Rechte von Menschen mit Behinderung, meldete sich zum zweiten Mal in Folge mit einer persönlichen Botschaft zu Wort. Und Pierre Mertens, Gründer von Child-Help, meldete sich direkt aus dem House of Hope in Moshi – einem Ort, an dem das Kontinenzmanagement-Programm stattfindet – und bedankte sich gemeinsam mit den Eltern der betreuten Kinder für die Unterstützung. Wer die Botschaften noch nicht gesehen hat, findet sie auf unseren Social-Media-Kanälen. 

Die Fotos – festgehalten für immer

Unsere beiden ehrenamtlichen Fotografen Johannes Urbach Fotografie und Stefanie Cunego Fotografie haben den gesamten Nachmittag vollständig unentgeltlich abgelichtet – mit einem Ergebnis, das uns sprachlos macht. 

Wer Fotos in den sozialen Netzwerken teilt, bitten wir herzlich, unsere Fotografen und Child-Help zu markieren – das ist die schönste Art, ihnen für ihren ehrenamtlichen Einsatz zu danken und gleichzeitig die Aufmerksamkeit für die Kinder in Tansania zu erhöhen. Wir freuen uns riesig über jeden Post!

@johannes.urbach

@stefanie.cunego.fotografie

@childhelpgermany

Alle Aufnahmen stehen kostenlos zum Download zur Verfügung:

Asante sana!

Ein Nachmittag wie dieser entsteht nicht von allein – hinter jedem Moment stecken Menschen, die Außerordentliches geleistet haben.

Unser größter Dank gilt den 230 jungen Musiker*Innen, die monatelang geprobt und am 20. Juni alles gegeben haben – für Kinder, die sie nie getroffen haben. Ebenso danken wir den Familien im Hintergrund, die zu Proben gefahren sind, ermutigt und unterstützt haben. Ohne euch wäre dieser Nachmittag nicht möglich gewesen.

Ein besonderer Dank gilt Matthias und Michael Mercineri – den musikalischen Leitern und Initiatoren der Konzertreihe, ohne deren Idee und Herzblut es „Kinder spielen für Afrika“ gar nicht gäbe

Und Dr. Johannes Urban und Urotherapeutin Marie Prestel danken wir für ihren unermüdlichen Einsatz in Tansania – sie geben diesem Konzert seinen tiefsten Sinn.

Herzlichen Dank auch an Stefanie Stadlmeyer, Madeleine Thiel sowie die Moderatorinnen Tatjana Schöttl und Julie Görlitz für ihre wunderbaren Auftritte auf der Bühne.

Unseren Fotografen Johannes Urbach und Stefanie Cunego danken wir von Herzen für ihren stundenlangen, unentgeltlichen Einsatz sowie der kostenlosen Bereitstellung aller Aufnahmen für die Öffentlichkeit. 

Unser gesamtes ehrenamtliches Team – vor Ort und in der monatelangen Planung dahinter – ist das Rückgrat von allem, was wir tun. 

Unser herzlicher Dank gilt außerdem der ASBH-Stiftung für ihre großzügige Förderung, die einen größeren Infostand und Freikarten für Betroffene ermöglicht hat. 

Franz Willam und seiner Frau danken wir für ihre außerordentlich großzügige Spende, die dem Projekt einen enormen Schub gegeben hat. 

Monas Blütenwerk hat mit einer aufwendigen, handgemachten Dekoration und tollen Blumensträußen dafür gesorgt, dass die Stadthalle Gersthofen so wundervoll aussah wie sie es verdient. 

Und allen weiteren Sponsoren und Unterstützer*Innen der Konzertreihe 2026 – eine vollständige Übersicht findet ihr hier.

Zu guter Letzt: Danke an jeden einzelnen Gast und an alle, die gespendet haben. Jeder Euro, jede Anwesenheit, jeder geteilte Beitrag zählt. Im Namen der Kinder und Familien in Tansania, für die dieser Nachmittag eine lebensverändernde Bedeutung hat:

Asante sana!

Spenden weiterhin möglich

Die Spendenbox für „Kinder spielen für Afrika“ bleibt geöffnet.

Alle Spenden fließen weiterhin in das Kontinenzmanagement-Programm für Kinder mit Spina bifida in Tansania:

Spenden